Vorwort zur Bearbeitung der Abbildungen (27.06.2011)
Meine Intention, diese Website zu erstellen, war mit Sicherheit nicht, den unendlich vielen Bearbeitungen der vorliegenden Fragmente althochdeutscher Codices eine weitere hinzuzufügen. Vielmehr habe ich es nicht mehr ertragen, widersprüchliche Transliterationen eines einzigen Originals vorzufinden - sei es als Grundlage von Projekten, sei es als Vorlage für Germanistikseminare. Zudem waren die ins Internet gestellten Abbildungen zum großen Teil ziemlich unbefriedigend (farblich schlecht, mäßige Auflösung usw.). Also blieb mir wegen meines Unbehagens nur eines übrig, nämlich zum Original bzw. seinem Faksimile zu greifen. Dieses Vorhaben gestaltete sich im Übrigen nicht immer problemlos - wie ich gehofft hatte -, obwohl es auf diese Originale kein Copyright mehr geben konnte. Manch "juristisches Hindernis", z.B. in Gestalt eifersüchtiger Archivare, war dabei zu überwinden.
Die durch die digitale Bearbeitung der Scans möglicherweise entstehende leichte Verfälschung des optischen Eindrucks habe ich in Kauf genommen, wenn der Text in seiner ursprünglichen Form um so deutlicher dargestellt werden konnte. Schließlich kam es mir vor allem auf Text und Inhalt, nicht auf den dokumentarischen Charakter meiner Bearbeitung des Originals an. Mit der vorliegenden Bearbeitung und der Aufbereitung für das Internet will ich nun allen Interessierten eine Möglichkeit bieten, ihr Interesse an althochdeutschen Texten zu vertiefen.
Den digitalen Bearbeitungen liegt jeweils der Scan eines Faksimiles zu Grunde. Bei didaktischer Verwendung würde ich - um allen Mißverständnissen vorzubeugen - beide Abbildungen (Original und digitale Bearbeitung) nebeneinander verwenden.
Rolf-Jürgen Jacob
Neukirchen - Vluyn, im Juni 2011